Eibisch

Althea officinalis

Malvaceae

Weitere Namen

Eibisch, Heilwurz, Schleimwurz, Weisswurzel

Droge

Althea radix – Wurzel

Beschreibung

Die 60 bis 120cm hoch werdende, ausdauernde und samtige Pflanze hat bis zu 50cm lange, einige cm dicke und senkrecht wachsende Wurzeln mit Nebenwurzeln. Der aufrechte, markige. Stengel ist an der Basis verholzt. Die flauschig-filzigen Blätter sind kurzgestielt mit spitz-eiförmiger, Blattspreite. Meistens stehen mehrere Blüten in end- oder achselständigen Trauben zusammen. Sie haben 5 rosa bis weisse Kronblätter von mehr oder weniger herzförmiger Gestalt.

Vorkommen

Heimisch in Asien, heute bis Südosteuropa verbreitet. In den gemässigten Breiten ist sie überall als Gartenpflanze verwildert. Die Droge wird überwiegend aus Kulturen in osteuropäischen Ländern importiert.

Garten und Küche

Die Wurzeln der Kulturen werden im Oktober bis November geerntet anschließend nach der Säuberung schonend bei maximal 35°C getrocknet.

Wirkstoffe und Wirkung

Schleimstoffe: Pektine, Stärke; ätherische Öle

Die Droge hat eine reizmildernde Wirkung auf die Schleimhäute, wirkt entzündungshemmend, immunstimulierend und blutzuckersenkend. Sie wird zur Reizlinderung bei Mund- und Rachenerkrankungen, bei Katarrhen der Atemwege, trockenem Reizhusten und ferner als Kataplasma bei leichten Entzündungen und Verbrennungen der Haut eingesetzt.

Anwendung

Als Arzneidroge werden vor allem Wurzeln verwendet (siehe Zubereitung von Wurzeldrogen). Aus den getrockneten Wurzeln wird ein Sirup hergestellt. Wegen des hohen Schleimgehalts wird er im Volksmund auch Schneckensirup genannt.

Phytopharmaka

Ein nach dem europäischen Arzneibuch hergestellter Sirup ist in Apotheken erhältlich.

Geschichte/Volksmedizin

Der Name entstammt dem griechischen „altho“ – heilen. Die Pflanze findet bereits in der Bibel Erwähnung (Hiob XXX. 4). Sie wurde vermutlich von den Römern aus Ägypten und Syrien eingeführt, wo sie gekocht als Delikatesse galt. Dioskurides und Plinius behaupten, wer einen Löffel davon nähme, bliebe für einen Tag von jeder Krankheit verschont. Weiterhin empfahlen sie bei Verletzungen durch Dornen eine Paste aus den Blättern, um damit das Infektionsrisiko zu verringern.

 

weitere Links

Wikipedia

Pharmawiki

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Literatur

CD