Honigklee

Melilotus officinalis

Fabaceae

Weitere Namen

Steinklee, Honigklee, Mottenklee, Schotenklee, Bärenklee, Malottenkraut

Droge

Herba – Kraut

Beschreibung

30-150 cm hohe, aufrechte Pflanze, dreizählige, gezahnte Blätter; die gelben in Fahnen, Flügel und Schiffchen geteilten Blüten hängend, in 4-10 cm langen Trauben, riechen honigartig süsslich beim Welken.

Vorkommen

Europa und Südwestasien. An Wegrändern, Ödland, Kiesgruben, Alluvinen, kollin-montan.

Garten

Die Sammelzeit ist zwischen Juni und September. Das blühende Kraut wird frisch oder langsam am Schatten getrocknet verwendet. Es muss vor Licht geschützt und in dicht verschlossenen Gefässen gelagert werden.

Zubereitung

2 Teelöffel mit 2 dl kaltem Wasser kalt ansetzen, 8 h stehen lassen, absieben und tagsüber trinken. Kalt zubereitet ist der Tee geschmacklich besser und ebenso gehaltvoll. Breiumschlag: Die Droge durchfeuchten, in Mullsäckchen einbinden und auflegen.

Wirkstoffe

Cumarine (Melilotusid, Melilotin); Flavanoide (Quercetin); Saponine Gerbstoffe und ätherisches Öl

Wirkung und Anwendung

Bei chronischer Niereninsuffizienz, schweren Beinen, nächtlichen Wadenkrämpfen, Juckreiz und Schwellungen; äusserlich zur Wundheilung und bei Hämorrhoiden. Selten können Kopfschmerzen als Nebenwirkung eintreten.

Phytopharmaka

Auf einen bestimmten Cumaringehalt eingestellte Extrakte sind in zahlreichen Venenmittel enthalten, in Tabletten-, Tropfen- oder Salbenform erhältlich.

Geschichte/Volksmedizin

Schon im Mittelalter wurde der Steinklee als krampflösendes, „weichmachendes“ Mittel, häufig zusammen mit Malve, Eibisch, Kamille und Leinsamen (Species emollientes) verwendet. Die Homöopathie verhalf der Pflanze nach langer Vergessenheit zu neuer Bedeutung. Volksmedizinisch als Diuretikum. Bei Lymphstauungen, zur Beschleunigung der Wundheilung und bei Hämorrhoiden. Nebst der heilenden Wirkung ist Melilotus dank des starken Cumarin-Geruchs ein wirksame Mottenschutzmittel und dient auch zum Parfümieren von Schnupftabak, sowie als Zusatz von Kräuterkäse.

Weitere Links

Wikipedia

Pharmawiki

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Literatur

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