Käslikraut, wilde Malve

Malva silvestris, Malva neglecta, Malvaceae

Weitere Namen

Wilde Malve, Chaeslichrut, Hasenpappel

Droge

Folium, Flos – Blatt, Blüte

Beschreibung

Die Malve ist eine zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze von 0.3 bis 1.2 m Höhe. Die Stengel sind ästig, am Grunde holzig und rauhhaarig. Die Blätter sind wechselständig, lang gestielt, nierenförmig- rundlich, mit meist 5 kerbig-gesägten Lappen. Die hellpurpurnen Blüten mit dunklen Längsstreifen stehen büschelig in den Blattachseln. Sie haben 3 Aussenkelch-, 5 Kelch- und 5 Kronblätter. Letztere sind viel länger als der Kelch und tief ausgerandet.

Vorkommen

Süd-Europa, Asien, CH; Verwildert an Strassen- und Wegrändern zu finden.

Garten

Die Drogen sind die getrockneten Blüten und/oder Laubblätter und die gesamte, blühende, frische Pflanze. Import aus Südosteuropa.

Zubereitung

Mit 3-5 g Droge (ca. 2 Teelöffel) und 1.5 dl Wasser einen Infus zubereiten oder in kaltem Wasser 2-3 h unter gelegentlichem Umrühren ziehen lassen.

Wirkstoffe

Blätter: Schleimstoffe (=Polysaccharide): 6-8 %, Flavonoide

Blüten: Schleimstoffe: ca. 10% (Arabinogalactane), Anthocyane: u. a. Malvin

Wirkung und Anwendung

Schleimhautschutz: reizlindernde Wirkung aufgrund des hohen Schleimgehalts. Anwendung im Mund- und Rachenraum, bei trockenem Reizhusten auch äusserlich zur Wundbehandlung, als Badezusatz und für Umschläge.

Phytopharmaka

Die Arzneidroge ist als Beuteltee im Handel, Extrakte werden aus der gesamten Pflanze oder der Wurzel zubereitet (Salben- öder Flüssigpräparate).

Geschichte/Volksmedizin

Der Name wird bei Vergil mit dem griechischen „malakos = weich“ in Verbindung gebracht. Die blaue Malvenwurzel wird durch die Eigenschaften des Eibisch übertroffen, wird jedoch angewendet, wenn letzterer nicht erhältlich ist. Die Blatter und Blüten ergeben gute Wickel bei Entzündungen und Wunden, ausserdem beim Bronchialkatarrh, Gastroenteritis, Blasenleiden.

Weitere Links

Wikipedia

Pharmawiki

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Literatur

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