Mutterkraut

Tanacetum parthenium

Asteraceae

Weitere Namen

Mutterkraut, falsche Kamille

Droge

Herba – Kraut

Beschreibung

30-60 cm hohe Krautpflanze, unbehaart. nach Kamille riechend, im oberen Teil verzweigt. Blätter fiederschnittig, jederseits mit 3-6 Abschnitten, diese fiederteilig oder grob und stumpf gezahnt. Blütenkopfe in einer lockeren, doldigen Traube oder Rispe. Weisse Zungenblüten, 5-10 mm lang, gelbe Röhrenblüten. Körbchen gefüllt, im Gegensatz zur Kamille.

Vorkommen

Heimisch im Mittelmeerraum, verbreitet in ganz Europa und Nordamerika.

Garten

Zwischen Juni und August können die blühenden Köpfe oder das Kraut geerntet werden.

Zubereitung

Als Arzneidroge wird das getrocknete Kraut oder die frischen Blätter verwendet.

Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Flavonoide; Steroide

Wirkung und Anwendung

Das Mutterkraut wirkt entzündungshemmend, antiallergisch und gegen Thrombosen. In neuster Zeit wird es zur Prophylaxe gegen Migräne verwendet. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt.

Phytopharmaka

In Fertigarzneimitteln gegen Migräne enthalten.

Geschichte/Volksmedizin

Dass die Pflanze schon in der Antike gegen Gebärmutterleiden gebraucht wurde zeigt nicht nur der deutsche Name „Mutterkraut“, sondern auch der Artname „parthenium“ vom griechischen „parthénos=Jungfrau“. So wurde sie bis ins ausgehende 19. Jahrhundert in der Volksmedizin bei Frauenleiden, Verdauungsbeschwerden und äusserlich bei Schwellungen und Quetschungen eingesetzt, also ähnlich der Kamille verwendet. Von Dioskurides wurde es als Fiebermittel empfohlen, was im englischen Namen „Feverfew“ zum Ausdruck kommt. In England finden die grünen Blätter, roh gegessen, seit längerer Zeit als Migränemittel Verwendung.

Weitere Links

Wikipedia

Pharmawiki

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Literatur

3, 12, 20