Pfefferminze

Mentha piperita

Lamiaceae

Weitere Namen

Pfefferminze, Katzenkraut, Mutterkraut, Edelminze, Prominzen

Droge

Folium – Blatt

Beschreibung

Die Pfefferminze ist ein Bastard aus Mentha aquatica, Mentha longifolia und Mentha rotundifolia. Die Pflanze mit vierkantigem, violettrotem Stengel, gegenständig angeordneten, gezahnten, oberseits dunkelgrünen Blättern wird 30-60 cm hoch. Die blassrosa Blüten erscheinen in ährigen Quirlen.

Vorkommen

Die Pfefferminze ist ausschliesslich in Kulturen zu finden. Importe aus Bulgarien, Griechenland und Spanien.

Garten

Der Anbau erfolgt durch Auspflanzung der Ausläufer in humusreichen, feuchten Boden. Eine Aussaat ist aus genetischen Gründen nicht möglich (Bastard). Alle 2-3 Jahre umpflanzen. Ernte der Blätter vor der Blüte im Juni/Juli und im Herbst. Trocknung im Schatten.

Zubereitung

Als Arzneidroge werden die frischen oder getrockneten Blätter und das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl verwendet. Ein kühlend, erfrischender Tee wird durch Aufguss mit heissem Wasser hergestellt.

Wirkstoffe

Ätherisches Öl 0.4-4%: Menthol, Mentholester, Sesquiterpenester; Gerbstoffe: Rosmarinsäure und andere Kaffeesäurederivate; Flavonoide und wachsartige Substanzen.

Wirkung und Anwendung

Pfefferminze wirkt krampflösend, blähungswidrig und fördert die Gallensaftbildung und -sekretion. Anwendung findet die Minze bei akuter und chronische Gastritis und Enteritis, bei kolik-artigen Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Ausserdem wirkt sie beruhigend und kühlend.

Phytopharmaka

Extrakte sind in zahlreichen Kombinationspräparaten gegen Blähungen und als Gallenmittel, sowie Beruhigungsmittel enthalten. Häufig wird das ätherische Öl verwendet, vor allem äusserlich.

Geschichte/Volksmedizin

Volksmedizinisch wird die Minze auch als desinfizierendes und schmerzlinderndes Mittel verwendet. Dioskurides beschreibt folgende Anwendungen der Minze: gegen Blutspucken und Brechreiz, als Aphrodisiakum, gegen Abszesse und bei Kopfschmerzen. Bei den traditionellen Anwendungshinweisen wird zwischen den unterschiedlichen Kulturformen differenziert.

Weitere Links

Wikipedia

Pharmawiki

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Literatur